| Seit Juni 2003 bin ich als DO7MM QRV. Für HF-Technik und Funk interessiere
ich mich schon viel länger. Vor einigen Jahren hörte ich bereits
Auslandssender auf Kurzwelle und schrieb auch einige Empfangsberichte. Damals
hätte ich nicht gegelaubt, daß die QSL-Karte des "Lokalsenders"
RIAS Berlin später einmal interessant sein könnte, wenn die fixe
Größe 6,005 MHz aus dem 49m-Band verschwunden ist. Auch wenn einige
nette Spielereien damit möglich waren, konnte mich der CB-Funk auf 11
m nicht so recht begeistern. Die starken Störungen setzen die Reichweite
oft rapide herab. Freenet auf 2 m und PMR auf 70 cm sind da schon besser.
Die für einen "lizenzfreien" Betrieb sehr sinnvollen Nutzungsbeschränkungen
(Leistung, keine Außenantennen) waren allerdings meiner Experimentierfreude
etwas im Wege. Die seit einigen Jahren eingeführte Klasse 3 war da genau das Richtige. Der Prüfungsstoff ist überschaubar und einige Vorkenntnisse hatte ich auch schon. So kam ich mit wenig Aufwang zu meiner Lizenz. Und jetzt? Erst mal ein handliches 2-Band Handgerät, das Yaesu FT-50. Damit ist man überall QRV, wenn man gerade unterwegs ist. Dann sollte in Simbach eine Außenantenne her. Hier fiel die Wahl auf eine Diamond Groundplane mit 2,50 m Länge, die der vorhande Mast der Fernsehantenne noch gut verkraftet. Rechts die Aufbauarbeiten der ersten Außenantenne. |
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| Das
erste Shack ist noch recht provisorisch. Ein Autogerät, das Yaesu FT-7100
versorgt die Antenne mit HF. Als Stromversorgung wurde das Festspannungsnetzteil
der Kleinbohrmaschine entliehen, das Funkgerät steht im Regal und man
sitzt auf einem Hocker davor ... |
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| Doch ein paar Monate später sieht die Sache schon besser aus... Leider bin ich nur am Wochenende in Simbach. Die restlichen fünf Tage der Woche ist von hier aus mein Vater Gerhard, DO1GER QRV. |
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| Inzwischen ist das Shack noch weiter gewachsen: Links vorne auf dem Tisch das selbst umgebaute Siemens C5. Ich habe den Umbau nach DO1FJN (Jan Alte) gemacht, bei dem der den Digitalteil erhalten bleibt und mit einer neuen Betriebssoftware versehen wird. Nach Neuabgleich am Wobbelmeßplatz wird auch der Duplexfilter beibehalten. Ich kann diesen Umbau nur jedem wärmstens empfehlen und verweise für nähere Infos auf die umfangreiche Seite von Jan www.digisolutions.de |
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| Auch der Antennenbau darf
nicht zu kurz kommen. Hier teste ich gerade eine HB9CV für 2 m aus eigener Fertigung. Das Material dazu stammt aus dem örtlichen Baumarkt, dessen Sortiment an Aluprofilen recht funktauglich ist. Der Boom ist ein 2 cm Vierkantrohr, in das eine BNC-Buchse eingelassen ist. Die Elemente sind 10 mm Rundprofile (Längen 96,4 / 103,4 cm). Die Speiseleitung ist ein Stück 0,75 mm^2 Installationsdraht, der mit Holzklötzchen auf Distanz gehalten wird. |
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Sehr interessant finde ich auch die Betriebsart SSTV (Slow Scan Television), bei der Bilder als NF-Signal kodiert übertragen werden. Abgesehen von einem (Sende-)Empfänger und einem PC mit Soundkarte braucht man dazu keine weitere Ausrüstung. Das Programm MMSSTV von Makoto Mori läuft unter Windows 95 ... XP und übernimmt die komplette Kodierung. Hier ein Screenshot von MMSSTV:

Inzwischen habe ich schon einige schöne SSTV-QSO sowohl auf
Direktfrequenzen als auch über Multimode-Relais gefahren.
Multimode-Relais, die ich von Simbach aus erreichen kann:
Hier noch ein paar Bilder, die ich auf dem 20m-Band empfangen habe.
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